Anne Lütkes neue Präsidentin des Deutschen Kinderhilfswerkes

Anne Lütkes neue Präsidentin des Deutschen Kinderhilfswerkes
Die Mitgliederversammlung des Deutschen Kinderhilfswerks hat die frühere Grünen-Politikerin Anne Lütkes zur neuen Präsidentin gewählt. Ihr Vorgänger Thomas Krüger war 30 Jahre im Amt.

Berlin (epd). Die Juristin und frühere Grünen-Politikerin Anne Lütkes ist neue Präsidentin des Deutschen Kinderhilfswerkes. Die 77-Jährige folgt auf Thomas Krüger (66), der nach einer langen Amtszeit von 30 Jahren auf der Mitgliederversammlung am Freitag nicht erneut kandidiert hatte, teilte die Kinderrechtsorganisation am Sonntag in Berlin mit.

Als Vizepräsidentinnen wurden Nathalie Schulze-Oben und die frühere Thüringer Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) gewählt. Dem erweiterten Vorstand gehören unter anderem der Schauspieler und Moderator Mustafa Akca, der Präses der Berliner evangelischen Landeskirche, Harald Geywitz, die Generalsekretärin der Berliner CDU, Ottilie Klein, und die SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast an.

Arbeitsschwerpunkt kindgerechte Justiz

Die in Köln lebende Lütkes ist Fachanwältin für Familienrecht und war bislang Vizepräsidentin des Deutschen Kinderhilfswerkes. Von 2000 bis 2005 war sie Ministerin für Justiz, Frauen, Jugend und Familie sowie Stellvertreterin der Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-Holstein. Von 2010 bis 2017 amtierte sie als Regierungspräsidentin im Regierungsbezirk Düsseldorf.

Nach ihrer Wahl dankte Lütkes ihrem Vorgänger Thomas Krüger, der in den vergangenen 30 Jahren das Deutsche Kinderhilfswerk zu einem der zentralen kinderpolitischen Ansprechpartner in Deutschland entwickelt habe. In den kommenden Jahren werde die Kinderrechtsorganisation insbesondere die Defizite bei der konsequenten Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland in den Blick nehmen, kündigte sie an. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt werde das Thema kindgerechte Justiz sein.