Gedenkstunde für NS-Opfer am Holocaust-Mahnmal geplant

Gedenkstunde für NS-Opfer am Holocaust-Mahnmal geplant
Am Dienstag jährt sich die Befreiung des NS-Konzentrationslagers Auschwitz zum 81. Mal. Am Vorabend wollen Organisationen aus der politischen Bildung am Holocaust-Mahnmal in Berlin an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern.

Berlin (epd). Mehrere zivilgesellschaftliche Organisationen rufen für Montag zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus am Berliner Holocaust-Mahnmal auf. Wie der Verein „Gesicht Zeigen!“ am Freitag in Berlin mitteilte, sollen dort am späten Nachmittag Kerzen entzündet werden. Ein Rabbiner werde Gebete sprechen für die von den Nazis ermordeten Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen, Zeugen Jehovas, Menschen mit Behinderungen und politischen Gegner.

Anlass ist die Befreiung des NS-Konzentrationslagers Auschwitz, die sich am Dienstag zum 81. Mal jährt. Insgesamt laden acht Organisationen aus der Antidiskriminierungsarbeit, Erinnerungskultur und der jüdischen Gemeinde zu der Gedenkstunde ein, darunter auch die Anlaufstelle für Holocaust-Überlebende und ihre Nachfahren, „Amcha Deutschland“.

„Erinnerungskultur allein genügt nicht“

Der Verein „Gesicht Zeigen!“ betonte vorab die Dringlichkeit des Erinnerns. Mit der Gedenkstunde wolle man angesichts von Hass und Intoleranz seine Solidarität mit den heute in Deutschland lebenden Jüdinnen und Juden zeigen. Die Geschäftsführerin Sophia Oppermann erklärte: „Die aktuelle Realität der Bedrohungen und Angriffe gegen Menschen auf der Straße, in Schulen und im Netz macht deutlich, dass Erinnerungskultur allein nicht genügt, wenn ihr kein entschlossenes Handeln folgt.“