Festnahmen wegen Terror-Unterstützung

Festnahmen wegen Terror-Unterstützung
Seit 2015 unterstützt der Verein "Friedensbrücke - Kriegsopferhilfe" nach eigenen Angaben Menschen in Kriegsgebieten. Nun wurden zwei Männer festgenommen, die mit dem Verein prorussische Terrormilizen unterstützt haben sollen.

Karlsruhe, Potsdam (epd). In Brandenburg sind zwei mutmaßliche Unterstützer der prorussischen terroristischen Vereinigungen „Volksrepubliken Donezk und Lugansk“ festgenommen worden. Grundlage seien Haftbefehle vom 12. Januar, teilte die Bundesanwaltschaft am Mittwoch in Karlsruhe mit. Dem russischen Staatsangehörigen Suren A. und dem deutschen Staatsangehörigen Falko H. werde vorgeworfen, seit 2016 herausgehobene Stellungen in einem Verein eingenommen zu haben, der den Transport von Versorgungsgütern, Medizinprodukten und Drohnen in den Donbass zugunsten von Milizionären der beiden Gruppierungen organisiert hat.

Bei dem Verein handelt es sich nach Informationen des Evangelischen Pressedienstes (epd) um die Gruppierung „Friedensbrücke - Kriegsopferhilfe“. Der Verein hat sich nach eigenen Angaben vor mehreren Jahren beim Finanzamt Eberswalde mit Sitz in Wandlitz registrieren lassen. Die Vereinsvorsitzende lebt Angaben auf der Internetseite des Vereins zufolge in Russland.

Gewalt gegen Zivilbevölkerung

Die Bundesanwaltschaft betonte, die Gruppierungen „Volksrepubliken Donezk und Lugansk“ hätten die Loslösung der Gebiete von der Ukraine zum Ziel. Dabei setzten sie auch Gewalt gegen die Zivilbevölkerung ein. Ende 2022 seien sie in die Befehlsstrukturen der russischen Streitkräfte eingegliedert worden. Suren A. werde unter anderem vorgeworfen, mehr als 14.000 Euro Vereinsgelder weitergeleitet und Gütertransporte für die Milizen finanziert zu haben. Falko H. soll unter anderem Lieferaufträge entgegengenommen und an der Verteilung von Gütern mitgewirkt haben. In dem Verfahren wird gegen insgesamt vier Beschuldigte ermittelt.