Berlin (epd). Mit „Shoah Stories“ ist am Mittwoch eine internationale Bildungsplattform zur Vermittlung des Holocaust gestartet. Die Online-Plattform bündele Kurzvideos von mehr als 20 Gedenkstätten, Museen und Bildungseinrichtungen weltweit, sagte Co-Initiator Tobias Ebbrecht-Hartmann von der Hebrew University Jerusalem am Mittwoch in Berlin. Ziel des Projekts sei es, „junge Menschen in ihrer eigenen medialen Sprache abzuholen“.
Die Beiträge sind unter anderem mit Überlebenden und Mitarbeitenden von Gedenkstätten. Für Lehrkräfte soll die Plattform eine Ergänzung zum Unterricht darstellen. Sie können sich dort etwa Unterrichtspläne herunterladen oder den Besuch von Gedenkstätten mit ihren Klassen planen.
Gedenkstätten aus aller Welt
Auslöser für die Entwicklung von „Shoah Stories“ sei der umstrittene „POV Holocaust Challenge“ auf TikTok gewesen. Nutzende fingen im Jahr 2020 auf der Plattform an, in Videos Holocaustüberlebende zu mimen. Im Anschluss hätten sich auch Gedenkstätten intensiver mit der Holocaust-Vermittlung in Form von Kurzvideos auseinandergesetzt.
Auf „Shoah Stories“ sind etwa die KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Buchenwald, das US-amerikanische Holocaust Museum LA, das niederländische Anne Frank Haus und das südafrikanische Holocaust & Genocide Centre in Johannesburg mit Videos vertreten.
Das vom Anne Frank Zentrum in Berlin durchgeführte Projekt baut auf der internationalen „TikTok Shoah Gedenk- und Bildungsinitiative“ auf, die seit 2021 weltweit mehr als 50 Gedenkstätten, Museen und Organisationen beim Aufbau eigener TikTok-Kanäle unterstützt hat.


