Pfarrer und Menschenrechtsexperte Jochen Motte verstorben

Pfarrer und Menschenrechtsexperte Jochen Motte verstorben
Jochen Motte verband missionarischen Einsatz mit dem Kampf für Menschenrechte und Gerechtigkeit. Jetzt ist der Pfarrer 63-jährig gestorben.

Hamburg (epd). Der evangelische Pfarrer und Menschenrechtsexperte Jochen Motte ist tot. Der promovierte Theologe starb am vergangenen Donnerstag (8. Januar) im Alter von 63 Jahren, wie die Evangelische Mission Weltweit (EMW) am Montag in Hamburg mitteilte. „Jochen Motte hat uns immer wieder daran erinnert, dass missionarische Arbeit ohne den Einsatz für Gerechtigkeit und Menschenrechte nicht glaubwürdig ist“, erklärte EMW-Vorstandsvorsitzender Dietmar Arends.

Auch das Forum Menschenrechte, ein Netzwerk von mehr als 50 deutschen Nichtregierungsorganisationen (NGO), bestätigte Mottes Tod „nach langer, schwerer Krankheit“. Das Forum würdigte den Verstorbenen als „Kollege, Berater, Vorgesetzter, Freund, Mentor, Kapitän, der uns durch manch schweres (finanzielles oder politisches) Fahrwasser lotste“.

Bekannt für missionarische Tätigkeit

Motte leitete der EMW-Mitteilung zufolge viele Jahre die Abteilung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung der Vereinten Evangelischen Mission (VEM). 2008 sei er in den Vorstand der VEM berufen worden und später stellvertretender Generalsekretär gewesen. Von 2013 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im vergangenen Jahr gehörte er demnach dem Vorstand der EMW an.

In dieser Funktion habe er sich „über zwölf Jahre hinweg mit großer Klarheit und Leidenschaft“ engagiert, würdigte EMW-Vorstandschef Arends den Verstorbenen. „Die Welt verliert mit Jochen Motte einen profilierten Theologen, engagierten Menschenrechtsverteidiger und überzeugten Streiter für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung“, erklärte er.