Internationale Wochen gegen Rassismus starten in Erfurt

Internationale Wochen gegen Rassismus starten in Erfurt

Darmstadt (epd). Die Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 11. bis 24. März eröffnen bundesweit in Erfurt. Den Auftakt gestalteten unter anderen die thüringische Migrations- und Justizministerin Doreen Denstädt und die Vorsitzende des Stiftungsrats der Stiftung gegen Rassismus, die Bundestagsabgeordnete Filiz Polat (beide Grüne), sagte die Stiftungs-Referentin Isabel Schmidt in Darmstadt dem Evangelischen Pressedienst (epd). Rund 60 Städte bereiteten ein Veranstaltungsprogramm vor. Im vergangenen Jahr habe es rund 2.300 Veranstaltungen während der UN-Wochen in Deutschland gegeben.

Die Sportverbände Deutscher Fußball-Bund, DFL-Stiftung, Deutsche Sportjugend im Deutschen Olympischen Sportbund und „Pink gegen Rassismus“ rufen zu einem Aktionstag „#BewegtGegenRassismus“ am 16. März auf. Die Deutsche Sportjugend etwa hat einen Vereinswettbewerb zum „Kampf gegen Rassismus im Sport“ ausgelobt. Vereine können sich mit Aktionen beteiligen, wie etwa einer Trikotaufschrift, einem Turnier mit Migranten-Vereinen oder Workshops gegen Rassismus im Vereinsheim.

Während der Internationalen Wochen laden nach Schmidts Angaben wieder Religionsgemeinschaften gegenseitig zu Gebeten und Veranstaltungen ein, darunter bundesweit mehr als 1.800 Moscheegemeinden. Zur zentralen interreligiösen Feier am 17. März lade die evangelische Kirche Gläubige aller beteiligten Religionsgemeinschaften um 10 Uhr in die Marktkirche Hannover ein.

Viele Städte bieten am 21. März nach den Worten der Stiftungs-Referentin „Rundwege für Demokratie und gegen Rassismus“ an. Diese Rundwege führten etwa zu Orten des Gedenkens oder zu Gotteshäusern verschiedener Religionsgemeinschaften. Der zentrale Stadtrundgang finde in Dresden statt. Der Politische Jugendring Dresden und der Ausländerrat veranstalteten eine „kritische Radtour“ vom Bahnhof Neustadt zum Johannstädter Kulturtreff mit thematischen Stationen.