Berliner Bischof Dröge für Verbot der Salafisten

Berliner Bischof Dröge für Verbot der Salafisten
Der evangelische Berliner Bischof Markus Dröge hält ein Verbot der Salafisten für angemessen. "Klare Abgrenzungen sind notwendig, denn die Salafisten lehnen die moderne Welt pauschal ab", sagte Dröge dem Berliner "Tagesspiegel am Sonntag".

Wer so eine Ideologie verbreite, missbrauche die Religion und sei nicht dialogfähig. Zugleich warnte Dröge aber davor, "einen Religionskrieg herbeizureden".

Nach der umstrittenen Koran-Verteilaktion und den Ausschreitungen von militanten Salafisten am zurückliegenden Wochenende in Bonn erwägt Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) ein Verbot der islamistischen Religionsgemeinschaft. Friedrich sprach in diesem Zusammenhang davon, er lasse sich keine Religionskriege aufzwingen.

Nach Schätzungen des Bundesamtes für Verfassungsschutz leben rund 3.800 Salafisten in Deutschland. Salafismus ist ein Oberbegriff für verschiedene Bewegungen, die sich an einem Ur-Islam orientieren. Im Westen steht der Begriff heute meist für eine rückwärtsgewandte Minderheitenströmung im Islam, die mit Demokratie und Menschenrechten unvereinbar ist.

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