Bundespräsident besucht Gedenkstätte Sachsenhausen

Bundespräsident besucht Gedenkstätte Sachsenhausen

Oranienburg (epd). Einen Tag vor dem Holocaust-Gedenktag hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Mittwoch die brandenburgische KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen besucht. Begleitet wurde er von seiner Frau Elke Büdenbender sowie von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke und Kulturministerin Manja Schüle (alle SPD). Nach einem Rundgang durch die Gedenkstätte stand auch eine Kranzniederlegung im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus auf dem Programm.

Zwischen 1936 und 1945 waren im KZ Sachsenhausen mehr als 200.000 Menschen inhaftiert, darunter politische Gegner des NS-Regimes, Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, Kriegsgefangene und andere NS-Opfer. Zehntausende von ihnen wurden in dem Konzentrationslager ermordet oder kamen auf andere Weise ums Leben. Von August 1945 bis 1950 wurde das Gelände von der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) als sogenanntes Speziallager genutzt.

Am 27. Januar 1945 wurde das NS-Vernichtungslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. 1996 wurde der 27. Januar in Deutschland zum nationalen Gedenktag erklärt. Seit 2005 ist der 27. Januar auch internationaler Holocaust-Gedenktag.