Papst Franziskus reist nach Zypern und Griechenland

Papst Franziskus reist nach Zypern und Griechenland

Papst Franziskus ist am Donnerstag zur 35. Auslandsreise seines Pontifikats nach Zypern und Griechenland aufgebrochen. Auf dem Programm stehen Treffen mit Vertretern der katholischen und der orthodoxen Kirche, ein Besuch beim Präsidenten Nikos Anastasiadis im Palast von Nicosia und Konsultationen mit Vertretern der Regierung, der Zivilgesellschaft sowie dem Diplomatischen Korps.

Neben der Ökumene ist die Migration ein weiteres Thema der Reise. Die Papstreise in die Mittelmeer-Länder Zypern und Griechenland biete Gelegenheit, den Wert gemeinsamer und multilateraler Lösungen der Migration aufzuzeigen, so der Vatikan. Papst Franziskus sagte zur Situation der Mittelmeerregion: "Wir sitzen alle in einem Boot und wir müssen gemeinsam segeln."

Zypern ist seit 1974 geteilt, die Republik Zypern auf dem südlichen Teil der Insel ist EU-Mitglied. Der Nordteil ist durch eine Demarkationslinie (Grüne Linie) vom Südteil abgegrenzt ist. Nur die Türkei erkennt den von ihr besetzten Nordteil als eigenständigen Staat ("Türkische Republik Nordzypern") an. Im April dieses Jahres fanden in der Schweiz Verhandlungen mit dem Präsidenten der Republik Zypern und den Behörden des nördlichen Teils Zyperns unter Schirmherrschaft der UN statt. Diese endeten in einer Sackgasse.