Sozialverband VdK gegen Streichung der Lohnfortzahlung für Ungeimpfte

Sozialverband VdK gegen Streichung der Lohnfortzahlung für Ungeimpfte

Der Sozialverband VdK lehnt die Pläne mehrerer Bundesländer ab, Ungeimpften in Corona-Quarantäne keinen Lohnersatz mehr zu zahlen. Der Verdienstausfall müsse bei einer Quarantäne unabhängig vom Impfstatus gezahlt werden, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele am Dienstag in Berlin. Sie appellierte an die Gesundheitsminister, eine einheitliche Regelung zu finden.

Mehrere Bundesländer haben angekündigt, keine Entschädigungen mehr für Verdienstausfälle von Ungeimpften zu zahlen, die in Corona-Quarantäne müssen. Sie berufen sich auf einen Passus im Infektionsschutzgesetz, wonach der Anspruch auf Lohnfortzahlung entfallen kann, wenn die Quarantäne durch eine Schutzimpfung hätte vermieden werden können. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten am Mittwoch über einen bundesweit einheitlichen Umgang zu der Frage.

Bentele sagte, es gebe zurecht keine allgemeine Impfpflicht. Dann dürfe es aber auch keine existenzgefährdenden Folgen haben, wenn sich ein Mensch mit angeschlagener Gesundheit aufgrund einer chronischen Erkrankung gegen eine Impfung entscheide. "Wenn wegen einer Quarantäne ein halber Monatsverdienst wegfällt, werden gerade ärmere Menschen unverhältnismäßig stark darunter leiden", sagte die VdK-Präsidentin.