Karliczek: Erkennen von Fake News muss trainiert werden

Karliczek: Erkennen von Fake News muss trainiert werden

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) wünscht sich mehr Medienbildung an Schulen. Für die Demokratie sei das Erlernen bestimmter Kompetenzen unabdingbar, sagte Karliczek anlässlich des Internationalen Tags der Demokratie (15. September) dem Evangelischen Pressedienst (epd). Dazu gehörten kritisches Lesen und die Fähigkeit, zwischen Meinungen und Tatsachen zu unterscheiden. Im Zeitalter von Internet und sozialen Medien sei dies "unübersichtlicher und schwieriger geworden". "Falschnachrichten und Hetze werden inzwischen häufig als seriöse Quellen getarnt", sagte Karliczek: "Es ist daher im Unterricht wichtig, dass solche Fallen thematisiert und das Erkennen von Fake News trainiert werden."

Die Bundesbildungsministerin bezeichnete Schulen darüber hinaus als Orte, an denen Demokratie ganz praktisch erfahren werden könne. "Schülerinnen und Schüler können sich in die Schulgremien wie die Schulkonferenz einbringen und dort ihre Interessen wahrnehmen", sagte sie. Die Schule sei in dieser Hinsicht auch eine "Schule der Demokratie". Aus diesem Grund fördere sie den Wettbewerb "Demokratisch Handeln", bei dem Kinder und Jugendliche ihre Gedanken zur Demokratie in Texten, Filmen, Podcasts, Theaterszenen oder Kunstwerken ausdrücken sollen.

Die Vereinten Nationen beschlossen 2007, jährlich am 15. September den Tag der Demokratie zu begehen. Damit soll auf die Errungenschaften und Grundsätze der Demokratie aufmerksam gemacht werden.