Paritätischer und Linke warnen vor Ende kostenloser Schnelltests

Paritätischer und Linke warnen vor Ende kostenloser Schnelltests

Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat Überlegungen der Bundesregierung kritisiert, die kostenlosen Corona-Schnelltests ab Mitte Oktober abzuschaffen. Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider sagte der "Rheinischen Post" (Donnerstag): "Für uns als Wohlfahrtsverband ist wichtig, dass all diejenigen, die sich nicht testen lassen können und für die keine Impfempfehlung der Stiko vorliegt, weiterhin kostenlose Corona-Tests bekommen müssen."

Der parlamentarische Geschäftsführer der Linken, Jan Korte, betonte, Menschen, die die nicht geimpft werden könnten, seien darauf angewiesen, dass Infektionen schnell erkannt würden. "Es wäre deshalb fatal, wenn die Bundesregierung sich jetzt aus der Verantwortung stiehlt und Testangebote zurückzieht", sagte Korte laut Vorabmeldung der Zeitung. Er forderte eine groß angelegte Impfinformations- und Aufklärungskampagne, um zweifelnde Menschen von der Impfung zu überzeugen.

Die bislang kostenlosen Corona-Schnelltests haben den Bund der Zeitung zufolge in diesem Jahr bereits mehr als drei Millionen Euro gekostet.