Behörden behindern Wahlkampf der Opposition in Sambia:

Behörden behindern Wahlkampf der Opposition in Sambia:

Vor den Wahlen in Sambia erhöhen die Behörden den Druck auf die Opposition weiter. Der Präsidentschaftskandidat und Oppositionsführer Hakainde Hichilema teilte in der Nacht zum Mittwoch auf Twitter mit, sein Wahlkampfteam sei daran gehindert worden, die Stadt Mbala im Norden des Landes zu besuchen. Als Grund sei eine fehlende Genehmigung angegeben worden, ohne dass jedoch erklärt worden sei, welche Papiere nötig wären. In dem südostafrikanischen Land finden am 12. August Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt, bei denen Hichilema als stärkster Herausforderer von Präsident Edgar Lungu gilt.

Lungu wird vorgeworfen, Sambia zunehmend autokratisch zu regieren. Am Sonntagabend hatte er den Einsatz des Militärs angeordnet, um angebliche Unruhen vor den Wahlen zu verhindern. Seit Lungus Amtsantritt im Jahr 2016 seien mehrere Oppositionelle sowie Aktivistinnen und Aktivisten inhaftiert und unabhängige Medienhäuser geschlossen worden, kritisierte Amnesty International im Juni. Auch Präsidentschaftskandidat Hichilema saß 2017 mehrere Monate in Haft, weil er sich geweigert hatte, Platz zu machen für den Fahrzeugkonvoi des Präsidenten.