Kundgebung gegen Antisemitismus vor Dresdner Synagoge

Kundgebung gegen Antisemitismus vor Dresdner Synagoge

Rund 350 Menschen haben am Donnerstagabend vor der Dresdner Synagoge gegen Judenhass und Antisemitismus demonstriert. "Wir lassen uns nicht vertreiben", sagte der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Dresden, Michael Hurshell, bei der Veranstaltung.

An der Kundgebung unter dem Motto "Antisemitismus bleibt Antisemitismus" nahmen unter anderem auch Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) und Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) teil. Dazu aufgerufen hatten verschiedene Dresdner Vereine und Organisationen, darunter die Opferberatung RAA Sachsen und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.

Mit der Aktion wollten sie nach eigenen Angaben ihre "Solidarität mit jüdischem Leben deutlich zeigen". Sie würden damit auf eine wachsende Judenfeindlichkeit reagieren, die nicht erst seit der Eskalation des Konfliktes zwischen Israel und Palästina zu beobachten sei. Aktuell trete die "Querdenken"-Bewegung "ungeniert mit Davidsternen und Impfspritzen am Revers auf" und setze die Corona-Schutzmaßnahmen mit den nationalsozialistischen Verbrechen gleich, sagte Robert Kusche von RAA Sachsen.