Deutschland will Klimahilfen auf sechs Milliarden Euro erhöhen

Deutschland will Klimahilfen auf sechs Milliarden Euro erhöhen

Die Bundesregierung will ihre Hilfen für Klimaschutz in Entwicklungsländern deutlich erhöhen. Der deutsche Beitrag von jährlich vier Milliarden Euro solle bis spätestens 2025 auf sechs Milliarden Euro steigen, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Sonntag auf Twitter mit. Die Unterstützung armer Länder im Kampf gegen die Erderwärmung war eines der Themen beim G7-Gipfel im englischen Cornwall, der am Sonntag zu Ende ging.

Dabei bekräftigten die Staats- und Regierungschefs das international vereinbarte Ziel, die Klimahilfen aus reichen Staaten auf 100 Milliarden Dollar jährlich anzuheben. Die unter anderem im Pariser Klimaabkommen festgehaltene Zusage, die Marke bis 2020 zu erreichen, wurde nach OECD-Berechnungen nicht eingehalten. "Die #G7 sollte Vorreiter bei der Klimafinanzierung sein", twitterte Seibert.

Die Entwicklungsorganisation Oxfam bezeichnete die Ankündigung der Bundesregierung als "wichtigen Schritt nach vorn". Es sei aber zu hoffen, dass nach der Bundestagswahl "unter einer neuen Regierung noch einmal nachgelegt werden kann". Wie andere Hilfsorganisationen fordert Oxfam, dass die Bundesregierung ihre Unterstützung bis 2025 auf acht Milliarden Euro jährlich steigert. 2019 beliefen sich die Klimahilfen im Bundeshaushalt Oxfam zufolge auf 4,3 Milliarden Euro.