UN verurteilen neue Terrorangriffe in Nigeria

UN verurteilen neue Terrorangriffe in Nigeria

Die Vereinten Nationen haben die jüngsten Terrorangriffe im Nordosten Nigerias scharf verurteilt. Bei einer Serie von Attacken bewaffneter Gruppen auf die Stadt Damasak seien nach vorläufigen Angaben acht Menschen getötet und zwölf weitere verletzt worden, erklärte der Sprecher des Flüchtlingshilfswerks UNHCR, Babar Baloch, am Freitag in Genf. Bis zu 65.000 Menschen seien vor der Gewalt geflohen. Die Angreifer hätten geplündert und Privathäuser, Lagerhallen für humanitäre Güter, eine Polizeistation, eine Klinik und eine UNHCR-Einrichtung niedergebrannt.

Das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) erklärte, dass es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen den Sicherheitskräften Nigerias und den Angreifern gekommen sei. Aufgrund der Gewalt hätten die die meisten humanitären Hilfsaktionen für bedürftige Menschen vorübergehend eingestellt werden müssen. Die UN konnten keine weiteren Angaben zu den Angreifern machen. Die jüngste Attacke habe am Mittwoch stattgefunden.

Medienberichten zufolge sollen Kämpfer des "Islamischen Staats in Westafrika" (ISWAP) Damasak angegriffen haben. ISWAP ist eine Abspaltung der Miliz Boko Haram, die im Norden Nigerias und den Nachbarländern Tschad und Kamerun die Bevölkerung terrorisiert und immer wieder Angriffe auf Einrichtungen der Regierung und internationaler Organisationen verübt. Die Gewalt der vergangenen Jahre hat laut dem UNHCR in Nigeria und der Region insgesamt 3,3 Millionen Menschen in die Flucht getrieben. Innerhalb des Nordosten Nigerias irrten alleine 2,2 Millionen Binnenflüchtlinge umher.

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