Vatikanischer Finanzskandal: Haftbefehl gegen Brooker

Vatikanischer Finanzskandal: Haftbefehl gegen Brooker

Ein römisches Gericht hat im Rahmen von Ermittlungen um die Verwendung von Einnahmen aus Finanztransaktionen für den Vatikan einen Haftbefehl gegen den Brooker Gianluigi Torzi erlassen. Wie der italienische Rundfunk am Montag weiter berichtete, verbot es gleichzeitig drei Steuerberatern die Ausübung ihres Berufs. Es bestehe der Verdacht, dass diese in diesem Zusammenhang fingierte Rechnungen ausgestellt haben. Hintergrund ist der Finanzskandal um den Erwerb einer Londoner Luxus-Immobilie für das vatikanische Staatssekretariat.

Das römische Untersuchungsgericht hatte aufgrund eines Amtshilfeersuchens der vatikanischen Justiz über die Verwendung von fünfzehn Millionen Euro ermittelt, die Torzi bei dem Verkauf der Immobilie am Londoner Sloane Square aus dem Vatikan erhalten haben soll. Die britische Justiz hatte dagegen vor wenigen Tagen Torzis auf Forderung der vatikanischen Staatsanwaltschaft eingefrorene Konten wieder freigegeben.

Nach Auffassung des römischen Gerichts errichtete Torzi mit Hilfe von Strohmännern ein internationales Firmennetz zur Steuervermeidung. Es sei besorgniserregend, wie mühelos er gemeinsam mit seinen Komplizen betrügerische Transaktionen mit wechselnden Unternehmen hätte durchführen können, die fingierte Rechnungen ausstellten, begründete der Untersuchungsrichter Corrado Cappiello den Haftbefehl. Torzi hatte wegen des vatikanischen Finanzskandals 2020 einige Tage im Vatikan in Haft verbracht.

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