Früherer sächsischer Landesbischof Rentzing in künstlichem Koma

Landesbischof Carsten Rentzing erkrankt

© Matthias Rietschel/Matthias Rietschel

Der frühere sächsische Landesbischof Carsten Rentzing befindet sich nach einer Wiederbelebung derzeit im künstlichen Koma.

Früherer sächsischer Landesbischof Rentzing in künstlichem Koma

Dresden (epd). Der frühere sächsische Landesbischof Carsten Rentzing ist schwer erkrankt. Der 53-Jährige wird nach einem plötzlichen Herzstillstand am Montag derzeit in einem Dresdner Klinikum behandelt. Wie ein Sprecher der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens am Mittwoch auf Anfrage bestätigte, befindet sich Rentzing nach einer Wiederbelebung derzeit im künstlichen Koma.

Der sächsische Landesbischof Tobias Bilz habe die Nachricht mit großer Betroffenheit aufgenommen: "Wir beten für die Genesung unseres ehemaligen Landesbischofs und um Kraft für seine Familie", sagte Bilz in Dresden.

Rentzing war von 2015 bis 2019 sächsischer Landesbischof. Er ist seitdem wieder Pfarrer der sächsischen Landeskirche. Seit November 2020 ist er als Beauftragter der Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) tätig. In dieser Funktion ist Rentzing für die Stärkung der Kontakte zu den lutherischen Kirchen in Mittel- und Osteuropa zuständig.

Rentzing hatte sein Bischofsamt am 11. Oktober 2019 nach gut vier Jahren an der Spitze der Landeskirche zur Verfügung gestellt. Hintergrund waren unter anderem von ihm als Student verfasste Texte, die das sächsische Landeskirchenamt als "elitär, in Teilen nationalistisch und demokratiefeindlich" sowie als "aus damaliger und aus heutiger Sicht unvertretbar" einstufte. Von den Texten hat sich Rentzing inzwischen distanziert.

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