Recklinghäuser Pfarrei will mit "Klagemauer" Hoffnung stärken

Recklinghäuser Pfarrei will mit "Klagemauer" Hoffnung stärken

Die katholische Pfarrei St. Antonius in Recklinghausen will mit einer "Klagemauer" Menschen Hoffnungen und Trost bieten. "Die Angst und der Frust sind groß, aber auch das Klagen", erklärte Pastoralreferentin Angela Bulitta der zum Bistum Münster gehörenden Gemeinde am Donnerstag. "Dafür wollten wir einen Platz außerhalb der Kirche schaffen."

An der im Pfarrgarten errichteten Mauer könnten Menschen wie in Jerusalem ihre Gedanken zum Ausdruck bringen. Besucher könnten das aufschreiben, was ihnen auf der Seele brenne, und die Zettel in die Mauerritzen stecken. Die auf einem Betonfundament errichtete Mauer wiege 1,5 Tonnen, hieß es.

Die formulieren Gedanken müssten jedoch nicht nur Klagen sein, erklärte die Seelsorgerin. Natürlich spiele auch die Hoffnung eine Rolle. Ebenso sei es möglich, Kerzen zu entzünden. Zudem würden Impulse ausliegen. Die Gedanken, Bitten und Klagen, die auf die Zettel in den Mauerritzen geschrieben wurden, sollen an Ostern dem Feuer übergeben werden.

Die Klagemauer in Jerusalem gilt als eine der wichtigsten heiligen Stätten des Judentums. Sie diente mehr als 500 Jahre als westliche Außenwand des Zweiten Tempels, bevor dieser 70 Jahre n. Chr. im Jüdischen Krieg von den Römern zerstört wurde. Die Mauer ist für Juden ein Ort, um Gott zu danken.

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