Tausende Menschen nach Terrorangriffen im Niger auf der Flucht

Tausende Menschen nach Terrorangriffen im Niger auf der Flucht

Nach zwei schweren Terrorangriffen im Niger sind UN-Schätzungen zufolge mehr als 10.000 Menschen auf der Flucht. Die Einwohner von zwölf Dörfern seien durch die Gewalt vertrieben worden, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR in Westafrika am späten Donnerstagabend auf Twitter mit. Bei den Angriffen auf zwei Dörfer waren 2. Januar mindestens 105 Menschen getötet worden.

Eine schwer bewaffnete Gruppe hatte die beiden Orte Tchombangou und Zaroumdarèye an der Grenze zu Mali gestürmt. Nachdem die Angreifer zunächst von einer lokalen Jugendbande abgewehrt worden waren, hatten sie an der Bevölkerung Rache geübt. Wer hinter den Angriffen steckt, ist noch immer unklar. UNHCR bezeichnete den Angriff als eines der schlimmsten Massaker der vergangenen Jahre.

Die nigrische Armee wurde in die Region entsandt und steht laut einem Bericht des französischen Auslandssenders RFI kurz vor einer Offensive. Im Niger und den Nachbarländern Mali, Burkina Faso und Nigeria sind zahlreiche islamistische Milizen und kriminelle Banden aktiv, darunter auch Gruppen, die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida und dem sogenannten Islamischen Staat (IS) liiert sind und immer wieder Anschläge verüben.

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