A 49: Dekanat hält an kirchlichen Beobachtern fest

A 49: Dekanat hält an kirchlichen Beobachtern fest

Das Evangelische Dekanat Vogelsberg will am Einsatz von kirchlichen Beobachtern im Dannenröder Forst festhalten. Man halte es angesichts des hohen Konfliktpotenzials für wichtig, "dass neutrale Beobachter da sind, die keiner Partei verpflichtet sind", sagte Dekanin Dorette Seibert am Donnerstag in Alsfeld dem Evangelischen Pressedienst (epd). Am vergangenen Wochenende war eine ehrenamtliche kirchliche Beobachterin bei einem Einsatz leicht verletzt worden.

In dem Waldgebiet, das für den Weiterbau der Autobahn 49 gerodet werden soll, kommt es seit Beginn der Bauarbeiten zu Konflikten zwischen der Polizei und den Ausbaugegnern. Die kirchlichen Beobachter sollen für beide Seiten als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und deeskalierend wirken. Für die Polizisten und für die Demonstranten sei es wichtig, ein Gegenüber zu haben, "dem sie Vertrauen entgegen bringen können", sagte Seibert. Die Lage im Wald sei "angespannt und hoch explosiv".

Die Ehrenamtlichen sind immer zu zweit unterwegs, tragen Helme und Westen, die sie als kirchliche Beobachter kenntlich machen. "Wir versuchen, die Gefahren zu minimieren. Wir sind uns der hohen Verantwortung bewusst", erklärte die Dekanin. Der Fall der kirchlichen Beobachterin, die am vergangenen Samstag von Polizisten zu Boden gedrückt worden war, werde aufgeklärt. Es gehe der Frau gut, sie habe Anzeige erstattet, die Polizei habe Kontakt zu ihr gesucht.

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