Neue Konzertreihe über jüdische Musik startet per Stream

Neue Konzertreihe über jüdische Musik startet per Stream

Die neue Konzertreihe "Lebensmelodien" über jüdische Musik von 1933 bis 1945 startet coronabedingt am Sonntag nur per Stream. Das ursprünglich mit Publikum geplante Auftaktkonzert in der Berliner Apostel-Paulus-Kirche mit dem israelischen Klarinettisten Nur Ben Shalom und dem Nimrod Ensemble werde nun ohne Publikum ab 18 Uhr per Video-Livestream auf rbb-online.de gezeigt, teilten der Sender und der evangelische Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg am Freitag mit. Im Radio ist es zudem ab 20.04 Uhr auf RBB Kultur zu hören. Das Präsenzkonzert soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Die auf zwei Jahre angelegte Reihe will jüdische Komponisten und Kompositionen aus der Zeit zwischen 1933 und 1945 bekanntmachen. Geplant sind bis Ende 2022 bundesweit zehn Konzerte in Konzerthäusern, Kirchen und Synagogen. Zudem wird zu 50 jüdischen Komponistinnen und Komponisten in Archiven weltweit geforscht und recherchiert. Das Projekt wird vom Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, Felix Klein, gefördert.

Entstanden ist es aus dem Kooperationsprojekt "Grenzgänge", einem Zusammenschluss der muslimischen Alhambra Gesellschaft, der Evangelischen Akademie Berlin, des interreligiösen Dialogs der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, der Apostel-Paulus-Kirchengemeinde Berlin-Schöneberg und des evangelischen Kirchenkreises Tempelhof- Schöneberg. Künstlerischer Leiter ist Nur Ben Shalom.

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