Wulff fordert Unterstützung für Chöre

Wulff fordert Unterstützung für Chöre

Der Präsident des Deutschen Chorverbands, Altbundespräsident Christian Wulff, fordert eine flächendeckende Unterstützung der Chöre in Deutschland durch die öffentliche Hand. Seit der Wiedervereinigung vor 30 Jahren sei die Chorlandschaft zwischen West- und Ostdeutschland fest zusammengewachsen, bundesweit hätten die zahlreichen Chöre dazu beigetragen, "dass Gemeinschaft entsteht, Menschen Heimat finden und grenzüberschreitend Zugehörigkeit erfahren", sagte Wulff am Mittwoch in Berlin. Damit das zukünftig so bleibe, sehe er flächendeckend auch die öffentliche Hand gefordert.

Nach Wulffs Worten ist die kulturelle und soziale Infrastruktur aktuell gefährdet. Als Folgen einer weiteren Schwächung des ländlichen Raums seien Landflucht und die politische Radikalisierung der Zurückbleibenden absehbar. Dabei verlaufe das Gefälle keineswegs nur zwischen Ost und West. "Hier sehe ich auch einen Auftrag an die Politik, sich Modelle zu überlegen, die Vereinen generell das Überleben möglich machen. Denn sie fördern maßgeblich den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft", sagte Wulff, der seit 2018 Präsident des Deutschen Chorverbandes ist

Insbesondere die Corona-Pandemie habe die Chorszene vor massive Herausforderungen gestellt. "Gerade vor diesem Hintergrund ist es entscheidend, dass die Chöre und Vereine öffentlich mehr Wertschätzung und Unterstützung erfahren", sagte Wulff.

Der Deutsche Chorverband vertritt nach eigenen Angaben mit seinen 20 Mitgliedsverbänden und der Deutschen Chorjugend die Interessen von rund einer Million aktiven und fördernden Mitgliedern in rund 15.000 Chören.

Meldungen

Top Meldung
Papst Franziskus und Heinrich Bedford-Strohm beim entzünden von Kerzen.
Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm hofft auf gemeinsame Abendmahlsfeiern. Der Wille, in der Ökumene weiterzukommen, sei weit verbreitet, sagte er bei einem ökumenischen Friedensgebet mit Papst Franziskus in Rom.