"Fridays for Future"-Aktivisten wieder auf der Straße

"Fridays for Future"-Aktivisten wieder auf der Straße

Nach Monaten der coronabedingten Pause sind am Freitag erstmals wieder Demonstranten der "Fridays for Future"-Bewegung auf die Straße gegangen. In ganz Deutschland versammelten sich am Vormittag Tausende Demonstranten zum sechsten globalen Klimastreik. Insgesamt sind hierzulande Aktionen an 400 Orten geplant. Weltweit gibt es Kundgebungen in 2.500 Städten.

In Berlin soll ein Sitzstreik vor dem Brandenburger Tor mit rund 10.000 Demonstranten stattfinden. Die Kundgebung in München indes wurde wegen der dortigen hohen Infektionszahlen abgesagt. In Hamburg erlaubte das Verwaltungsgericht per Eilbeschluss, dass an drei geplanten Demonstrationen jeweils 3.500 Menschen teilnehmen dürfen. Die Stadt vertrat die Auffassung, dass aufgrund des Infektionsschutzes nur maximal 1.000 Teilnehmer pro Aufzug vertretbar sind.

Bundesumweltministern Svenja Schulze (SPD) sagte, sie sei "dankbar" für die "Fridays for Future"-Bewegung. "Im vergangenen Jahr haben wir vermutlich mehr bewegt in der Klimapolitik als jemals zuvor in einem vergleichbaren Zeitraum", sagte sie dem Magazin "Focus". Bei Amtsantritt 2018 sei ihr noch prophezeit worden, "dass ich mich niemals mit einem CO2-Preis oder einem Klimaschutzgesetz durchsetzen werde. Jetzt ist beides beschlossene Sache."

Schulze betonte, dass der Klimaschutz trotz Corona-Krise auf der Tagesordnung geblieben und sogar gestärkt worden sei. Klimaschutz spiele "eine zentrale Rolle im Corona-Konjunkturpaket der Bundesregierung, etwa mit einer noch stärkeren Förderung für den Umstieg vom Verbrenner auf Elektroantriebe".

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