Luisa Neubauer: Rhetorik rettet nicht das Klima

Luisa Neubauer: Rhetorik rettet nicht das Klima

"Fridays for Future"-Sprecherin Luisa Neubauer hat der Bundesregierung Tatenlosigkeit beim Klimaschutz vorgeworfen. So reiche beispielsweise die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, die das Kabinett diese Woche auf den Weg gebracht hat, keinesfalls aus, um die Pariser Klimaziele zu erreichen, sagte Neubauer am Freitag im SWR-"Tagesgespräch". Überhaupt müsse von der Regierung und von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) noch "richtig viel kommen, dass man Zutrauen gewinnen kann". Rhetorik rette nicht das Klima und auch nicht die Zukunft. Sie lasse sich aber gerne vom Bundeswirtschaftsminister, der eine Charta für mehr Klimaschutz angekündigt hat, überraschen.

Für Freitag hat "Fridays for Future" zum sechsen globalen Klimastreik aufgerufen. In Deutschland soll unter dem Motto "Kein Grad weiter!" an mindestens 400 Orten für einen verstärkten Kampf gegen die Erderwärmung demonstriert werden.

Neubauer betonte, eine emissionsarme Wirtschaft wirke sich unter dem Strich nicht auf die Zahl der Arbeitsplätze aus. Es sei ein Mythos, dass der Klimaschutz Jobs kosten würde. In jedem wirtschaftlichen System, das sich entwickle, fielen "an einigen Stellen ab und zu Jobs weg und werden aufgebaut. Das ist Politik. Das ist die Herausforderung, dann Menschen mitzunehmen."

Man wisse, dass sich infolge der Klimakrise "ohnehin" alles ändere - "die Frage ist, ob nach den Regeln der Natur oder nach unseren", fügte die Aktivistin hinzu. Deshalb sei es sinnvoll, mit Kreativität und allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten dafür zu sorgen, dass dieser Übergang fließend gestaltet werde. Deutschland solle selbstbewusster sein und sagen: "Natürlich schaffen wir das."

epd fu

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