EKD-Ratsvorsitzender ruft zum Klimaprotest auf

EKD-Ratsvorsitzender ruft zum Klimaprotest auf

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat dazu aufgerufen, sich am Klima-Aktionstag am Freitag zu beteiligen. "Wir dürfen unsere wunderbare Natur nicht zerstören", erklärte der Theologe am Donnerstag. Deshalb trete er als Bischof dafür ein, "dass Politik, Wirtschaft und Gesellschaft endlich die notwendigen Maßnahmen ergreifen, dass der Klimawandel auf ein verantwortbares Maß begrenzt bleibt, so wie es im Pariser Abkommen vereinbart worden ist."

Er wolle, dass auch sein Enkel und die Enkelinnen und Enkel anderer Menschen noch eine lebenswerte Umwelt haben, unterstrich Bedford-Strohm, der auch bayerischer Landesbischof ist. Zudem verwies er darauf, dass die Folgen des Klimawandels in vielen Partnerkirchen längst "bedrohliche Ausmaße" hätten. Diejenigen, die am wenigsten zur Erderwärmung beigetragen hätten, seien ihre ersten Opfer. So betrage der Pro-Kopf-CO2-Ausstoß in Tansania pro Jahr 0,2 Tonnen, in Deutschland dagegen neun bis zehn Tonnen.

Klimaschutzaktivisten haben für Freitag zum sechsten globalen Klimastreik aufgerufen. In Deutschland soll an mindestens 400 Orten demonstriert werden. Bundesweit beteiligen sich auch Kirchengemeinden und kirchliche Initiativen mit Aktionen, Andachten, Gebeten, dem Läuten von Kirchenglocken oder der Teilnahme an den Demonstrationen am Klimaprotest.

epd jup

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