Städtetag begrüßt Kompromiss zu Flüchtlingsaufnahme

Städtetag begrüßt Kompromiss zu Flüchtlingsaufnahme

Der Deutsche Städtetag begrüßt den Kompromiss der Regierungskoalition zur Aufnahme von in Griechenland gestrandeten Flüchtlingen. "Ich bin froh, dass sich Deutschland nach dem Brand in Moria dafür entschieden hat, allein mutig voranzugehen", sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). "Auf die schon lange stockende Reform des europäischen Asylsystems zu warten, wäre ein Fehler gewesen." Doch diese Reform müsse dennoch endlich gelingen, erklärte der Leipziger Oberbürgermeister: "Wir brauchen eine dauerhafte und nachhaltige Lösung in Europa zum Umgang mit Flüchtlingen."

Die Bundesregierung hatte am Dienstag angekündigt, 1.553 Menschen von den griechischen Inseln nach Deutschland zu holen. Wie Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilte, handelt es sich bei der Aufnahme um 408 Familien, die in Griechenland bereits als Schutzberechtigte anerkannt sind.

"Deutschland setzt ein gutes Zeichen, ein Zeichen der Menschlichkeit", sagte Städtetagspräsident Jung. Viele Städte in Deutschland würden gerne geflüchtete Familien aufnehmen. Es sei nun damit zu rechnen, dass die Flüchtlinge nach dem üblichen Verfahren über den Königsteiner Schlüssel auf die Länder verteilt würden. "Anschließend sollten besonders die Städte berücksichtigt werden, die ihre Bereitschaft zur Aufnahme erklärt haben", sagte Jung.

epd svo

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