TransFair fordert mehr Fairness im globalen Handel

TransFair fordert mehr Fairness im globalen Handel

Der Verein TransFair für fairen Handel fordert eine sozialere und umweltfreundlichere Gestaltung des weltweiten Handels. Die Fair-Handels-Organisation appelliert an die Bundesregierung, die am 1. Juli turnusgemäß die EU-Ratspräsidentschaft übernimmt, einen "Human Rights Deal" für Menschenrechte in der europäischen Wirtschaftspolitik zu installieren. "Was der Green Deal für ökologische Nachhaltigkeit werden soll, muss ein Human Rights Deal für Menschenrechte werden", erklärte der geschäftsführende Vorstandsvorsitzende Dieter Overath am Montag in Köln.

In den kommenden sechs Monaten müsse die Bundesregierung für die EU die Weichen stellen. Die geplante EU-Richtlinie für menschenrechtliche Sorgfaltspflicht sei ein wichtiger Schritt. Sie müsse aber neben klaren Haftungsregelungen auch Aspekte wie Einkaufspraktiken und Geschlechtergerechtigkeit abdecken. Dies forderten auch die Hilfswerke "Brot für die Welt" und das Fair Trade Advocacy Office (FTAO) in Brüssel.

Wirtschaftsförderung von Unternehmen zum Wiederaufbau nach der Corona-Pandemie müsse dringend sozial-ökologisches Engagement berücksichtigen und bevorzugen, gleiches gelte für öffentliche Beschaffung und Konsum, erklärte TransFair. Es sei "absurd", dass bislang die Unternehmen, die Menschenrechte, faire Löhne und gute Handelspraktiken umsetzten, Kostennachteile erlitten. "Das lässt sich durch gesetzliche Rahmenbedingungen und ein differenziertes Steuersystem ändern, beispielsweise dadurch, dass die Kaffeesteuer für fairen Kaffee abgeschafft wird", betonte Overath.

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