Jemen-Konferenz: Deutschland sagt fast 200 Millionen Euro zu

Jemen-Konferenz: Deutschland sagt fast 200 Millionen Euro zu
Zusagen vom Auswärtigen Amt und aus dem Entwicklungsministerium

Deutschland hat bei einer internationalen Geberkonferenz fast 200 Millionen Euro Hilfen für den Jemen zugesagt. Wie das Auswärtige Amt am Dienstag auf seiner Internetseite mitteilte, kündigte Staatsminister Niels Annen (SPD) an, dass das Ministerium für das laufende Jahr 125 Millionen Euro für humanitäre Hilfe bereitstelle. Darüber hinaus gebe das Entwicklungsministerium nach eigenen Angaben weitere 70 Millionen Euro für Unterstützungsmaßnahmen.

Die Gelder aus Deutschland fließen laut Außenamt beispielsweise in die Bereiche Nahrungsmittelnothilfe, Gesundheitsversorgung sowie Wasser- und sanitäre Versorgung. Ein Sprecher des Entwicklungsministeriums nannte auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) zudem Corona-Sofortmaßnahmen wie Schulspeisungen und die Wiederherstellung zerstörter Krankenhäuser. Im Jemen wird eine rasante Ausbreitung des Coronavirus befürchtet.

Zu der virtuellen Geberkonferenz am Dienstag hatten die Vereinten Nationen zusammen mit Saudi-Arabien eingeladen. Die UN schätzen den Hilfebedarf in den nächsten sieben Monaten auf 2,4 Milliarden US-Dollar (2,16 Milliarden Euro). Davon waren bisher erst 15 Prozent finanziert. Nach UN-Angaben stellt die Situation im Jemen die schlimmste humanitäre Krise weltweit dar. 80 Prozent der 30 Millionen Einwohner sind auf Hilfe zum Überleben angewiesen.

Saudi-Arabien führt seit 2015 eine Militärkoalition an, die aufseiten der jemenitischen Regierung gegen die Huthi-Rebellen kämpft, die wiederum Unterstützung aus dem Iran erhalten.

epd et/mey kfr

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