Gedenken an Befreiung des KZ Dachau nur als Video-Andacht

Gedenken an Befreiung des KZ Dachau nur als Video-Andacht

Zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau kann es wegen der Corona-Krise keine öffentlichen Gedenkveranstaltungen geben. Auf Bitten von Familien von überlebenden Häftlingen und von amerikanischen Soldaten, die Dachau befreit haben, wird jedoch ein ökumenischer Video-Gottesdienst veröffentlicht, teilte der für die Gedenkstättenarbeit zuständige Kirchenrat Björn Mensing am Samstag in Dachau mit.

Ab 29. April um 17 Uhr - zu der Zeit, zu der vor 75 Jahren 32.000 Männer, Frauen und Kinder in Dachau befreit wurden - wird die Andacht unter dem Motto "We shall overcome" online gehen. Auf www.sonntagsblatt.de soll der Gottesdienst in deutscher und englischer Sprache dann weltweit abrufbar sein.

Das NS-Regime hatte ab dem 22. März 1933 etwa 206.000 Menschen aus 34 Nationen in das Konzentrationslager Dachau und in später errichtete Außenlager verschleppt. Das Lager wurde zum Modell für die späteren Orte des SS-Terrors.

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