HNO-Ärzte operieren an Uniklinik mit Feuerwehr-Atemschutz

HNO-Ärzte operieren an Uniklinik mit Feuerwehr-Atemschutz

In einer deutschlandweit einmaligen Amtshilfe leiht die Staatliche Feuerwehrschule Würzburg der Uniklinik Würzburg ihre Überdruck-Atemschutzmasken der höchsten Sicherheitsstufe. Mit der Ausrüstung könnten bei Corona-Infizierten unaufschiebbare Eingriffe im Nasen-, Mund- und Rachenbereich durchgeführt werden, ohne die OP-Teams zu gefährden, teilte die Klinik am Donnerstag mit. Denn Operateure, die bei Erkrankten Eingriffe im Nasen-, Mund- und Rachenbereich vornehmen, setzten sich einem besonderen Gesundheitsrisiko aus. In anderen Ländern habe es infolge solcher Operationen schwere bis tödliche Covid-19-Verläufe bei den Operateuren gegeben.

Der Geschäftsführende Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie (MKG) an der Uniklinik, Hartmut Böhm, sagte laut Mitteilung: "Man vermutet, dass der Eintritt einer hohen initialen Virusmenge oder die häufige Konfrontation mit dem Virus den Krankheitsverlauf besonders schwer werden lassen." Gerade die unmittelbare Nähe zur Nasen- und Rachenschleimhaut und das bei vielen Operationen der oberen Atemwege entstehende Aerosol sei wohl stark virenbeladen, was ein hohes Gefährdungspotenzial für die Ärzte darstelle. Die von der Umgebungsluft unabhängigen Überdruck-Atemmasken könnten ein wirksamer Schutz dagegen sein.

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