Ex-Amnesty-Generalsekretär Volkmar Deile gestorben

Ex-Amnesty-Generalsekretär Volkmar Deile gestorben

Der langjährige Generalsekretär von Amnesty International in Deutschland, Volkmar Deile, ist tot. Der evangelische Theologe starb bereits am 2. April im Alter von 77 Jahren, wie sein Freundeskreis am Mittwoch in einer Anzeige mitteilte. Deile leitete von 1990 bis 1999 die deutsche Sektion der Menschenrechtsorganisation. Zuvor war er unter anderem Geschäftsführer der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und vertrat diese von 1981 bis 1984 auch im Koordinationsausschuss der Friedensbewegung, der die großen Bonner Friedensdemonstrationen von 1981 und 1983 organisierte.

Volkmar Deile stehe für die Abrüstungs- und Friedensbewegung in den 80er Jahren in der Bundesrepublik Deutschland, würdigte ihn die Aktion Sühnezeichen auf ihrer Homepage. Er habe eine Theologie nach Auschwitz geprägt, die sich im christlich-jüdischen Gespräch, in der Arbeit gegen Antisemitismus und in der Orientierung an Frieden und Menschenrechten zeigte.

Mit klugen und besonnenen Beiträgen habe Deile "unser Denken über Frieden und Gerechtigkeit voran gebracht und geschärft. Sein weiter ökumenischer Horizont war stets politisch geerdet", würdigten ihn zahlreiche Weggefährten, darunter der Erfurter Altpropst Heino Falcke, der frühere Generalsekretär der Friedensbewegung Pax Christi, Joachim Garstecki, sowie der frühere Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Konrad Raiser, mit seiner Frau Elisabeth Raiser, die evangelische Präsidentin des ersten Ökumenischen Kirchentages 2003 in Berlin war.

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