Widmann-Mauz spricht mit Muslimen über Corona-Schutz im Ramadan

Widmann-Mauz spricht mit Muslimen über Corona-Schutz im Ramadan

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), sucht das Gespräch mit Muslimen, um auch im Fastenmonat Ramadan mögliche Kontaktsperren zur Eindämmung der Corona-Pandemie durchzusetzen. Per Video-Schalte wolle Widmann-Mauz die muslimischen Gemeinden und Migrantenverbände am Dienstag eindringlich in die Pflicht nehmen, ihre Mitglieder sehr deutlich auf die Corona-Beschränkungen hinzuweisen, berichtete die Tageszeitung "Die Welt" (Montag).

"Jetzt kommt es auf jede und jeden an", sagte die Staatsministerin der Zeitung: "Gesundheit geht vor, da darf es aktuell auch für gemeinsame Gebete vor Ort keine Ausnahmen geben." Sie werde mit den Verbänden daher darüber sprechen, was ab dem Ramadan-Beginn am 23. Mai zu beachten sei, sollten die Kontaktbeschränkungen noch andauern.

Am Freitag hatten sich bei Gebetsrufen laut Polizei vor einer Moschee in Berlin-Neukölln rund 300 Menschen versammelt. Dem Imam, dem Ordnungsamt und Polizisten sei es nur zum Teil gelungen, die Menschen zum Abstandhalten zu bewegen. Das Gebet sei im Einvernehmen mit dem Imam vorzeitig beendet worden.

Im islamischen Fastenmonat Ramadan, der in diesem Jahr am Abend des 23. April beginnt und bis zum 23. Mai dauert, praktizieren Muslime unter anderem die Tradition des abendlichen Fastenbrechens, zu dem sich Familien und Freunde in der Regel in größerem Kreis versammeln.

Widmann-Mauz äußerte sich bemüht, auch jene mit Informationen zur Corona-Pandemie zu erreichen, die kein Deutsch sprechen. "Offizielle Informationen über Verhaltensregeln und Gesundheitsschutz müssen so schnell wie möglich in verschiedene Sprachen übersetzt werden", sagte sie. Das sei auch unerlässlich, um die Verbreitung von Fake News zu verhindern.

epd kfr

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