Bericht: Berliner Kirchengemeinde klagt gegen Gottesdienstverbot

Bericht: Berliner Kirchengemeinde klagt gegen Gottesdienstverbot

Eine katholische Kirchengemeinde in Berlin geht einem Medienbericht zufolge juristisch gegen das aktuelle Verbot von Gottesdiensten vor. Der "Freundeskreis St. Philipp Neri" habe dazu beim Verwaltungsgericht Berlin einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung eingereicht, heißt es in einem gemeinsamen Bericht von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" von Samstagabend.

Die Kirchengemeinde wolle erreichen, dass trotz der Corona-Pandemie Gottesdienste mit höchstens 50 namentlich registrierten Personen gefeiert werden dürfen. Es dürften für Kirchen nicht strengere Regeln gelten als für Supermärkte, argumentiert demnach die Gemeinde.

Das umfassende Veranstaltungsverbot des Berliner Senats stelle laut Schriftsatz des Anwalts der Kirchengemeinde "einen unverhältnismäßigen Eingriff in die Freiheit der Religionsausübung dar und ist insoweit unwirksam". Dem Medienbericht zufolge ist mit einer Gerichtsentscheidung dazu "demnächst" zu rechnen.

Die katholische Kirche in Deutschland missbillige die Klage der Berliner Gemeinde, berichteten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" weiter. In Kreisen der Deutschen Bischofskonferenz habe es geheißen, es handle sich um einen Alleingang.

Zur Eindämmung des Coronavirus hatte der Berliner Senat am 23. März eine Verordnung erlassen, die Veranstaltungen und Zusammenkünfte weitgehend verbietet. Wer seine Wohnung verlässt, muss einen Mindestabstand von 1,50 Metern zu anderen Personen einhalten. Der Besuch von Kirchen, Moscheen und Synagogen ist zwar erlaubt, allerdings nur zur individuellen stillen Einkehr.

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