Patientenschützer: Schutzkonzepte für Pflegeheime anpassen

Patientenschützer: Schutzkonzepte für Pflegeheime anpassen

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise müssen die Schutzkonzepte für die knapp 12.000 vollstationären Pflegeheime in Deutschland nach Ansicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz dringend angepasst werden. Schließlich würden in diesen Einrichtungen mehr als 800.000 Pflegebedürftige versorgt und betreut, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch am Sonntag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Mehr als 70 Prozent der Bewohner litten an Demenz, "das ist nicht nur in Wolfsburg so". In einem Pflegeheim der niedersächsischen Stadt waren in den vergangenen Tagen zwölf Bewohner infolge des Coronavirus gestorben.

"Wichtig ist, dass beim Auftreten von grippeähnlichen Symptomen eines Bewohners oder einer Pflegekraft sofort alle im Heim getestet werden", sagte Brysch. Werde das Coronavirus nachgewiesen, müsse das Gesundheitsamt mit der Heimaufsicht das medizinische Management unverzüglich übernehmen. Es könne nicht sein, dass in einer solchen Situation jeder Pflegebedürftige von seinem eigenen Hausarzt betreut werde: "Da ist Chaos vorprogrammiert."

Maßnahmen der Isolierung, Quarantäne und Verlegung hätten sofort zu erfolgen, verlangte Brysch. Daher brauche es eine ärztliche Taskforce vor Ort. Solche mobilen Teams seien aus Krankenhausärzten und niedergelassenen Medizinern zu bilden, sagte er. Ohne einen ausreichenden Grundschutz werde das aber nicht gelingen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sei gefordert, gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut die Schutzpläne zu verabschieden.

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