WWF: Regen beschert Wald nur Trinkpause

WWF: Regen beschert Wald nur Trinkpause

Der Regen in den vergangenen Wochen hat den hiesigen Wäldern nach Angaben des WWF nur eine Art Trinkpause beschert. Entwarnung könne nicht gegeben werden. Wasserknappheit werde in Zukunft durch die Erderwärmung auch in Deutschland zum Dauerproblem, warnte die Naturschutzorganisation am Mittwoch in Berlin anlässlich des Tag des Waldes und des Weltwassertages am 21. und 22. März. Aktuell seien 245.000 Hektar Wald geschädigt, eine Fläche so groß wie das Saarland.

Besonders betroffen seien Wälder im mittleren Deutschland, allen voran Nordrhein-Westfahlen, Thüringen und Hessen. Um das verfügbare Wasser besser in der Landschaft zu halten, müssten Entwässerungsgräben im Wald geschlossen, Wälder in Laubmischwälder umgebaut und mehr Totholz im Wald belassen werden.

Entwässerungsgräben führten Regenwasser ab und senkten so unnötig den Grundwasserspiegel. In naturnah bewirtschafteten Wäldern wie im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin in Brandenburg seien viele Entwässerungsgräben im Wald weitgehend geschlossen, wodurch Seen in der unmittelbaren Umgebung trotz Trockenheit einen vergleichsweisen hohen Wasserstand führten.

Auch mit dem Umbau von Nadel- in Laubmischwälder könne der Grundwasserspiegel stark angehoben werden. Unter Brandenburger Laubwäldern beispielsweise sei die Grundwasserneubildung bis zu 50 Prozent höher als unter Nadelbaumforsten der Region. Totholz wiederum nehme bei Regen wie ein Schwamm Feuchtigkeit auf und gebe es bei Trockenheit nach und nach wieder ab. Zudem binde es Kohlenstoff.

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