"Willow Creek"-Kongress wegen Coronavirus vorzeitig beendet

"Willow Creek"-Kongress wegen Coronavirus vorzeitig beendet

Der Leitungskongress der christlichen "Willow Creek"-Organisation in Karlsruhe ist am Freitagnachmittag abgebrochen worden. Die Veranstalter teilten mit, dies sei aus Sicherheitsgründen präventiv entschieden worden. Bei einem Referenten, der noch nicht auf dem Kongress anwesend war, sei eine Corona-Infektion festgestellt worden. "Er hatte vor dem Kongress persönlichen Kontakt mit einigen leitenden Personen, die daher nun aus Sicherheitsgründen unter Quarantäne stehen", heißt es auf der Homepage der Veranstalter. Weil die Sicherheit an oberster Stelle stehe, "haben wir uns für diesen präventiven Schritt entschieden und wünschen allen Teilnehmenden einen gesegneten Nachhauseweg", hieß es weiter.

Nahezu zeitgleich hatte das baden-württembergische Sozialministerium mitgeteilt, beim inzwischen zwölften Fall einer nachgewiesenen Coronavirus-Erkrankung im Südwesten handele es sich "um einen Mann aus Nürnberg, der sich aktuell geschäftlich in Karlsruhe aufhält". Der positive Test des Betroffenen wurde dem Gesundheitsamt Karlsruhe am Freitagvormittag gemeldet. Der Patient befinde sich im Städtischen Klinikum Karlsruhe und werde dort medizinisch betreut. Die zuständigen Behörden kümmerten sich um die Ermittlung von Kontaktpersonen.

Etwa 10.250 Menschen waren zu dem am Donnerstag gestarteten "Willow Creek Leitungskongress 2020" angemeldet. Davon wollten rund 7.400 nach Karlsruhe kommen. Die übrigen verfolgten Live-Übertragungen an 13 Orten im Bundesgebiet. Die Besucher seien haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter aus evangelischen Landes- und Freikirchen sowie aus der katholischen Kirche, teilte Sprecher Christoph Irion mit. Die Veranstaltung stand in diesem Jahr unter dem Motto "richtungsweisend".

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