Woche der Brüderlichkeit startet in Dresden

Woche der Brüderlichkeit startet in Dresden

Die bundesweite Woche der Brüderlichkeit wird in diesem Jahr mit einer zentralen Feier am 8. März in Dresden eröffnet. Unter dem Motto "Tu deinen Mund auf für die Anderen" seien im März Veranstaltungen von mehr als 80 regionalen Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit geplant, sagte die Generalsekretärin des Deutschen Koordinierungsrates (DKR) der Gesellschaften, Ilona Klemens, am Donnerstag in Dresden. Im Rahmen der Eröffnungsfeier erhält Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Buber-Rosenzweig-Medaille 2020. Veranstalter ist der DKR.

Die Bundeskanzlerin werde für ihr entschiedenes Eintreten gegen antisemitische und rassistische Tendenzen in Politik, Gesellschaft und Kultur geehrt, hieß es. Die undotierte Auszeichnung wird seit 1968 jährlich an Personen, Institutionen oder Initiativen vergeben, die sich in besonderer Weise für die Verständigung zwischen Christen und Juden einsetzen.

Merkel habe in "bestimmten Situationen die richtigen Worte gefunden" und "ihren Mund aufgetan", sagte der Jüdische Präsident des DKR, Andreas Nachama. An entscheidenden Stellen wie etwa in der Beschneidungsdebatte sei sie entschlossen aufgetreten. In diesem Fall sei eine verantwortliche Regelung für den religiösen Ritus gelungen.

Die Laudatio für Merkel hält der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster. Die Medaille ist nach den jüdischen Philosophen Martin Buber (1878-1965) und Franz Rosenzweig (1886-1929) benannt. Bisherige Preisträger waren unter anderen der US-Architekt Daniel Libeskind und Rocklegende Peter Maffay.

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