Hanau plant zentrale Trauerfeier für Rassismus-Opfer

Hanau plant zentrale Trauerfeier für Rassismus-Opfer

Der Oberbürgermeister der Stadt Hanau, Claus Kaminsky (SPD), hat eine zentrale Trauerfeier für die Opfer der rassistischen Morde angekündigt. Diese werde derzeit in Abstimmung mit den Angehörigen sowie den Bundes- und Landesbehörden vorbereitet, teilte die Stadt am Montag mit.

Fast 20.000 Menschen hätten in den vergangenen Tagen allein in Hanau bei Trauermärschen, Kundgebungen und Mahnwachen Zeichen des Zusammenhalts gezeigt, zog Kaminsky eine Bilanz des Wochenendes. "Die Stadtgesellschaft hat eindrucksvoll ihre Solidarität und Anteilnahme dokumentiert", sagte er. Alle Zusammenkünfte seien dem tragischen Anlass angemessen friedlich verlaufen.

In der Nacht zum Donnerstag hatte der 43-jährige Tobias R. im hessischen Hanau neun Menschen mit Migrationshintergrund erschossen. Er und seine Mutter wurden anschließend tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Der Generalbundesanwalt sprach von einer "zutiefst rassistischen Gesinnung" des mutmaßlichen Täters.

Meldungen

Top Meldung
Gottesdienste sind zu den Osterfeiertagen wegen der Corona-Krise verboten.
Wegen der Corona-Pandemie sind Gottesdienste untersagt. Die Kirchen trifft das vor allem an Karfreitag und Ostern, den höchsten christlichen Feiertagen. Leitende Geistliche zeigen Verständnis für das Verbot, ein Staatsrechtler ist skeptisch.