Verteidigung fordert Freispruch im Prozess gegen Pflegehelfer

Verteidigung fordert Freispruch im Prozess gegen Pflegehelfer

Im Prozess gegen einen wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagten Pflegehelfer vor dem Landgericht Bremen hat die Verteidigung einen Freispruch gefordert. Die Vernehmungen des heute 40-Jährigen ohne einen Anwalt seien rechtswidrig gewesen, sagte dessen Verteidiger Temba Hoch am Montag in seinem Plädoyer. Darum dürfe das dabei erzielte Geständnis nicht verwendet werden.

Staatsanwalt Martin Gwinner sah dagegen keinen Anlass, das Geständnis anzuzweifeln. Er forderte sieben Jahre Haft sowie ein lebenslanges Berufsverbot. Richter Manfred Kelle kündigte das Urteil für diesen Donnerstag an (Az: 1 KLs 250 Js 22271/19).

Im Frühjahr vergangenen Jahres soll der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft zwei Bewohnerinnen eines diakonischen Pflegeheims in Bremen ohne medizinische Notwendigkeit Insulin gespritzt haben. Eine 75-jährige Frau schwebte dadurch mehrere Tage lang in Lebensgefahr.

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