Bonifatiuswerk unterstützt Diaspora-Gemeinden mit 13,5 Millionen Euro

Bonifatiuswerk unterstützt Diaspora-Gemeinden mit 13,5 Millionen Euro

Das katholische Bonifatiuswerk stellt in diesem Jahr Projektmittel in Höhe von 13,5 Millionen Euro für Kirchengemeinden in der Diaspora in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum zu Verfügung. Wie das katholische Hilfswerk am Dienstag in Paderborn mitteilte, werden Bau und Erhaltung von Kirchen und Gemeindezentren, die Kinder- und Jugendarbeit sowie soziale Projekte gefördert. Diasporagebiete sind Regionen, in denen Katholiken stark in der Minderheit sind.

Die aktuelle Reformdebatte in der katholischen Kirche, der sogenannte synodale Weg, gehe auch am Bonifatiuswerks nicht vorbei, erklärte der Generalsekretär des Missionswerk, Monsignore Georg Austen. Um als Kirche in Zukunft einladend und auskunftsfähig zu sein, müssten neue Wege im pastoralen Bereich gegangen werden. Gleichzeitig sollten bewährte Traditionen lebendig gehalten werden. Die Projektförderung finanziert das Werk durch Einnahmen aus Kollekten, Spenden, Schenkungen sowie aus zweckgebundenen Mitteln des Diaspora-Kommissariats.

Rund 2,9 Millionen Euro fließen den Angaben zufolge in diesem Jahr in Baumaßnahmen, fast die Hälfte der Fördersumme wird unter 30 Projekten in Deutschland aufgeteilt. Außerdem werden 19 Maßnahmen in Nordeuropa sowie sieben in Estland und Lettland unterstützt. Für eilige Baumaßnahmen hat das Bonifatiuswerk den Angaben nach 332.500 Euro zurückgestellt.

Die Kinder- und Jugendhilfe von Diaspora-Gemeinden werde 2020 mit rund 1,7 Millionen Euro unterstützt, hieß es weiter. Für Diaspora-Gemeinden in Deutschland werden rund 1,5 Millionen Euro bereitgestellt, in Nordeuropa 180.000 Euro sowie in Estland und Lettland insgesamt 80.000 Euro, wie es hieß. Weitere 976.000 Euro stellt das Bonifatiuswerk für den Bereich der Glaubenshilfe bereit. Dazu gehören etwa Projekte der Neuevangelisierung und missionarische Projektstellen. Des Weiteren investiert das katholische Hilfswerk 2,1 Millionen Euro in die religiöse Bildungsarbeit.

Meldungen

Top Meldung
Nach der schweren Explosion in Beirut
Das Hafenviertel in Beirut liegt in Schutt und Asche. Tote und Verletzte, zerstörte Gebäude und das zu einem Zeitpunkt, in dem das Land sowieso schon mit vielen Problemen zu kämpfen hat. Kirchen-Nahostexperte Uwe Gräbe blickt in den krisengeschüttelten Libanon.