Klimaforscher Latif wünscht sich "Allianz der Willigen"

Klimaforscher Latif wünscht sich "Allianz der Willigen"

Nach dem enttäuschenden Ergebnis der Weltklimakonferenz in Madrid plädiert der Klimaforscher Mojib Latif für eine "Allianz der Willigen" unter Ländern, die im Kampf gegen die Erderwärmung vorangehen. Die EU habe mit dem Green Deal eine große Verantwortung auf sich genommen und sollte sich Partner suchen, sagte Latif der "Frankfurter Rundschau" (Montag). Er nannte als Beispiele China, die baltischen Länder und Staaten in Nordafrika.

Wenn sich ökonomische Hoffnungen beim Umbau der Wirtschaft erfüllen, "dann werden auch die Blockiererländer wieder offen für Klimaschutz sein", sagt der Forscher vom Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel. In der Abschlusserklärung der am Sonntag in Madrid zu Ende gegangenen Weltklimakonferenz werden die Staaten zwar zu verstärkten Anstrengungen im Kampf gegen die Erderwärmung aufgerufen. Wichtige Entscheidungen über die Hilfe für arme Länder und die Ausgestaltung des weltweiten Emissionshandels wurden aber vertagt.

"Nach einem Vierteljahrhundert zäher Verhandlungen steht man immer noch mit leeren Händen da", kritisierte Latif. Von der Konferenz in Madrid gehe ein Signal der Uneinigkeit aus.

epd kfr

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