Lutheraner besorgt über US-Anerkennung israelischer Siedlungen

Lutheraner besorgt über US-Anerkennung israelischer Siedlungen

Der Lutherische Weltbund (LWB) hat sich besorgt über die praktische Anerkennung israelischer Siedlungen im Westjordanland durch die USA geäußert. Der unilaterale Schritt der Regierung von US-Präsident Donald Trump untergrabe internationales Recht und gefährde den Frieden in der Region, warnte die Gemeinschaft lutherischer Kirchen am Mittwoch in Genf.

Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern müsse durch Verhandlungen gelöst werden, betonte der LWB. Am Ende könne nur eine Zweistaatenlösung stehen. Anfang dieser Woche hatte US-Außenminister Mike Pompeo erklärt, dass zivile israelische Siedlungen in den besetzten Gebieten nicht per se unvereinbar mit dem Völkerrecht seien.

Die Trump-Regierung hatte bereits vorher mehrfach demonstrativ pro-israelische Positionen bezogen und damit Empörung bei den Palästinensern ausgelöst. Der LWB betreibt ein Krankenhaus in Ost-Jerusalem und leistet Palästinensern humanitäre Hilfe. Der Lutheraner-Verband hat 148 Mitgliedskirchen, die knapp 76 Millionen Gläubige repräsentieren. Darunter sind auch Palästinenser.

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