Wechsel an Spitze der christlich-jüdischen Gesellschaften

Wechsel an Spitze der christlich-jüdischen Gesellschaften

Die Pfarrerin Ilona Klemens wird neue Generalsekretärin des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Die Hochschulpfarrerin aus Mainz folge auf Rudolf Sirsch, der nach 19 Jahren in diesem Amt zum 1. Dezember in den Ruhestand geht, wie der Deutsche Koordinierungsrat am Mittwoch im hessischen Bad Nauheim mitteilte. Sirsch soll am 26. Oktober im Rahmen der Jubiläumsfeiern zum 70. Jahrestag der Gründung des Rates verabschiedet werden.

Klemens ist Pfarrerin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Zuvor war sie den Angaben zufolge dreizehn Jahre lang Pfarrerin für Interreligiösen Dialog in Frankfurt und im Rahmen dieser Tätigkeit sechs Jahre lang Geschäftsführerin des dortigen Rates der Religionen, den sie mitbegründet hat. Sie ist zudem Vorstandsmitglied der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt. Sie hat in Mainz, Bonn, München und Chicago studiert sowie mehrmonatige Studienaufenthalte in Israel und im Libanon absolviert. In Südafrika engagierte sie sich zudem in der Gemeinwesen- und Anti-Rassismusarbeit.

Der 1949 gegründete Deutsche Koordinierungsrat mit Sitz in Bad Nauheim vertritt als bundesweite Vereinigung mehr als 80 lokale und regionale Gesellschaften auf nationaler und internationaler Ebene. Er ist größtes Einzelmitglied im Internationalen Rat der Christen und Juden (ICCJ), in dem 40 nationale Vereinigungen für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit vertreten sind. Zu den Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit gehören in Deutschland eigenen Angaben zufolge rund 20.000 Mitglieder, Freunde und Förderer.

Ziele des Rates sind die Weiterentwicklung des christlich-jüdischen Dialogs und die Förderung von Programmen gegen Antisemitismus. Zudem hat man sich zur Aufgabe gesetzt, die Erinnerungskultur in Deutschland lebendig zu erhalten sowie die Wahrnehmung des heutigen Judentums in Deutschland zu stärken.

Meldungen

Top Meldung
Garnisonkirche
Die Stiftung Garnisonkirche in Potsdam rechnet mit bis zu 80.000 touristischen Besuchern pro Jahr in dem wiederaufgebauten Kirchturm. Die künftigen Eintrittspreise sollen sich an den Eintrittspreisen von anderen Sehenswürdigkeiten in der Stadt orientieren.