Thomas Gottschalk ist jetzt Schirmherr des Windsbacher Knabenchors

Thomas Gottschalk ist jetzt Schirmherr des Windsbacher Knabenchors

Die jungen Sänger in Anzügen, weißen Hemden und Fliegen - der 69-jährige Schirmherr im schwarzem Beatles-T-Shirt: Thomas Gottschalk hat sich am Montagabend in Nürnberg im legeren Outfit zum Fototermin zwischen die Jungen des Windsbacher Knabenchors gestellt. Er übernahm die Schirmherrschaft über das Chor-Patronat von seiner Vorgängerin Daniela Schadt, der Lebensgefährtin des früheren Bundespräsidenten Joachim Gauck.

Schadt hatte den gebürtigen Kulmbacher gefragt, ob er ihre Nachfolge antreten wolle, wie Gottschalk erzählte. "Ich bin dazu quasi wie die Jungfrau zum Kinderchor gekommen", scherzte er. Er komme aus der fränkischen Provinz, und da fühle er sich wieder zu Hause. Daher sei es nicht weit hergeholt gewesen, ihn um die Amtsübernahme zu bitten.

Sich selbst kann sich Gottschalk nicht gut als Mitglied in einem Chor vorstellen, wie er sagte. Er habe sein Leben lang immer den Soloauftritt hingelegt, sagte er dem Evangelischen Pressedienst (epd). "Im Team zu spielen würde mir schwerfallen", erklärte er. "Gott sei Dank gibt es keine Moderatoren-Chöre."

Das Patronat ist ein Kreis von Privatpersonen, vorwiegend aus dem fränkischen Raum, die die Chorarbeit in Windsbach unterstützen. Geldbeutel öffnen, das könne er, versicherte Gottschalk. Chorleiter Martin Lehmann erklärte, mit Spendengeldern würden CD-Aufnahmen mit großen Orchestern oder Auslandstourneen der Sänger ermöglicht. Einmal im Jahr bedankt sich der Chor mit einer Veranstaltung bei den Unterstützern und gibt Einblick in seine Arbeit.

Zu den Windsbachern gehören derzeit 128 Jungen und junge Männer. Der Knabenchor ist eine Einrichtung der bayerischen evangelischen Landeskirche.

Meldungen

Top Meldung
Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland
Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat den Haushaltsplan für 2020 beschlossen. Die Delegierten stimmten am Mittwochmorgen in Dresden einstimmig für den Entwurf, den Finanzexperte und EKD-Ratsmitglied Andreas Barner bereits am Montag eingebracht hatte.