DGB: Lehrlinge besser auf Digitalisierung vorbereiten

DGB: Lehrlinge besser auf Digitalisierung vorbereiten
Deutschland spricht 2019

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert, Auszubildende besser auf die Anforderungen der Digitalisierung vorzubereiten. Nur ein Drittel (34,9 Prozent) der Auszubildenden beurteile die digitale Ausstattung ihrer Berufsschule als sehr gut oder gut, sagte DGB-Bundesjugendsekretärin Manuela Conte am Donnerstag in Berlin bei der Vorstellung des "Ausbildungsreports 2019". Ebenfalls ein Drittel (32,7 Prozent) sehe sich durch den Berufsschulunterricht nur ausreichend oder mangelhaft für den Umgang mit digitalen Medien und Technologien gerüstet.

Zwar gäben rund 80 Prozent der befragten Lehrlinge an, dass Digitalisierung und Automatisierung in ihrer Ausbildung wichtig oder sehr wichtig seien, erklärte Conte. Doch nur 54 Prozent sähen sich in der Lehre gezielt darauf vorbereitet, digitale Technologien auch zu nutzen. "Mit der Dauer der Ausbildung sinken diese Werte sogar noch", sagte sie. Während im ersten Lehrjahr noch mehr als drei Viertel (75,3 Prozent) der Auszubildenden optimistisch seien, was ihre die Vorbereitung auf die digitale Arbeitswelt angehe, seien es kurz vor der Abschlussprüfung nur noch 60 Prozent (60,4 Prozent).

Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack sagte: "Diese Zahlen machen uns Sorge." Berufsschulen und Betriebe müssten beim Thema Digitalisierung gleichermaßen besser werden. "Zu einer guten Ausbildung gehören eine bessere technische Ausstattung und die Vermittlung von digitalen Kompetenzen ebenso dazu wie besser qualifiziertes Lehrpersonal und Breitbandanschlüsse für die Berufsschulen", betonte sie. Die Mittel aus dem Digital-Pakt von Bund und Ländern müssten auch an den beruflichen Schulen ankommen. Zudem müsse der Entwurf zum Berufsbildungsgesetz nachgebessert werden.

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