Zeitung: Zahl der ausgewiesenen Ausländer gestiegen

Zeitung: Zahl der ausgewiesenen Ausländer gestiegen

Die Zahl der ausgewiesenen Ausländer ist einem Zeitungsbericht zufolge in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. 2018 ergingen 7.408 sogenannte Ausweisungsverfügungen, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" (Freitag) berichtete. Im Jahr 2014 seien es 3.411 gewesen. Die Zeitung beruft sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag.

Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres haben dem Zeitungsbericht zufolge bereits 4.666 Menschen eine Ausweisungsverfügung erhalten. Die meisten Ausweisungen seien 2018 gegen Bürger osteuropäischer Staaten ausgesprochen wurden.

Insgesamt hielten sich momentan 29.288 ausgewiesene Ausländer in Deutschland auf, berichtete die Zeitung. Dabei setzten die einzelnen Bundesländer das Instrument der Ausweisung unterschiedlich stark ein: Während in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr 1.589 Ausweisungen verzeichnet wurden, seien es in Mecklenburg-Vorpommern 12 gewesen.

Die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Ulla Jelpke, kritisierte die Ausweisungspraxis scharf: "Ausweisungen stellen eine ungerechte Doppelbestrafung dar, die nur Ausländerinnen und Ausländern droht", sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Häufig seien Menschen betroffen, die ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben. Die Regeln seien zuletzt 2016 nach den Übergriffen an Silvester in Köln verschärft worden, die Zahl der Ausweisungen steige seitdem an. "Diese fatale Entwicklung muss unbedingt gestoppt werden", forderte Jelpke.

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