Präses wirbt in Polen für Friedensprojekt Europa

Präses wirbt in Polen für Friedensprojekt Europa
Deutschland spricht 2019

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, hat im polnischen Szczytno für ein Friedensprojekt Europa geworben. Ein solches Friedensprojekt bedeute nicht nur ein Schweigen der Waffen zwischen den Völkern Europas, sagte Rekowski in seiner Predigt am Sonntag in Szczytno, dem ehemaligen Ortelsburg. Dieser Friede umfasse auch, dass es gerecht zugehe zwischen den Völkern in ihren Handelsbeziehungen, dass Menschen in jedem Land von ihrer Arbeit leben könnten und dass die Schere zwischen Arm und Reich nicht immer weiter auseinandergehe, sagte der oberste Repräsentant der rheinischen Kirche laut Redetext.

Zu einem gerechten Frieden gehöre außerdem ein gemeinsames Engagement, die Umwelt zu verschonen, "damit unsere Kinder noch den nötigen Lebensraum für ein friedliches Leben auf unserer Erde behalten", sagte Rekowski. Kirchen, ob in Polen oder Deutschland, seien aufgerufen, von Jesus Christus zu sprechen, der für den Frieden stehe. Jesus spreche auch die Ursachen des Unfriedens an wie Habgier, Geltungssucht, Konkurrenzdenken, Neid und Unzufriedenheit.

Rekowski predigte in einem Gottesdienst zum 300-jährigen Jubiläum der evangelischen Kirche in Szczytno. Der Theologe, der selbst im masurischen Mojtyny geboren wurde und im Alter von fünf Jahren mit seiner Familie als Aussiedler in die Bundesrepublik kam, wollte am Sonntagabend der evangelischen Gemeinde in Dzwiezuty, früher Mensguth, ihren Abendmahlskelch überreichen. Dieser war den Angaben zufolge in den Wirren des Zweiten Weltkrieges verschwunden und in einem Auktionshaus in Köln wieder aufgetaucht. Auch mit Hilfe der Evangelischen Kirche im Rheinland sei das kostbare Stück aus dem Jahr 1897 wieder in seine Heimatgemeinde zurückgekehrt, erklärte die rheinische Kirche.

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