Allianz gegen Antisemitismus ohne AfD

Allianz gegen Antisemitismus ohne AfD

Bei seiner Allianz gegen Antisemitismus will der bayerische Regierungsbeauftragte Ludwig Spaenle nicht auf die AfD zugehen. Diese Partei betreibe Geschichtsklitterung und sei inzwischen extrem weit nach rechts gewandert, sagte Spaenle am Dienstag in München. Mit den Muslimen möchte der Beauftragte hingegen ins Gespräch kommen. Es sei jedoch schwierig, Organisationen als offizielle Ansprechpartner zu finden, von denen die in Bayern lebende muslimischen Mitbürger vertreten werden könnten, sagte er.

Bei der Eindämmung des wachsenden Antisemitismus setzt der Regierungsbeauftragte neben einer konsequenten Strafverfolgung, auf Prävention, wie etwa Bildungsarbeit an Schulen, und die Zivilcourage der Bürger. Um eine breite Allianz gegen Antisemitismus zu bilden, habe Bayern einen "europaweit einzigartigen" Weg zur Prävention eingeschlagen, sagte Spaenle. Dabei sei es ein wichtiger Schritt, dass die internationale Antisemitismus-Definition von fast 60 bayerischen Organisationen und Verbänden übernommen worden sei.

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