CDU-Politiker: Erstklässler müssen gute Deutschkenntnisse haben

CDU-Politiker: Erstklässler müssen gute Deutschkenntnisse haben

Unions-Fraktionsvize Carsten Linnemann befürwortet eine Vorschulpflicht und notfalls eine spätere Einschulung, damit Erstklässler gute Deutschkenntnisse haben. "Das kostet Geld, aber fehlende Integration und unzureichende Bildung sind am Ende viel teurer", sagte der CDU-Politiker der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag). "Um es auf den Punkt zu bringen: Ein Kind, das kaum Deutsch spricht und versteht, hat auf einer Grundschule noch nichts zu suchen."

Wenn bei Sprachtests wie etwa in Duisburg mehr als 16 Prozent der künftigen Erstklässler gar kein Deutsch könnten, müssten die Alarmglocken schrillen, sagte Linnemann. Er bezog sich damit auf eine Ende 2018 erstellte Auswertung der Stadt zum Entwicklungsstand und zur Gesundheit von Duisburger Einschulkindern. Demnach hatten von den zukünftigen Erstklässlern mit Migrationshintergrund im Jahr 2017 durchschnittlich 16,4 Prozent keine Deutschkenntnisse und nur 8,2 Prozent sprachen fehlerfreies Deutsch.

"Wir erleben neue Parallelgesellschaften in vielen Bereichen des Landes", sagte der Vize-Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag. Die Probleme würden größer. "Bis tief hinein in die Mittelschicht erlebe ich Eltern, die ihre Kinder auf Privatschulen schicken, weil das Niveau an staatlichen Schulen sinkt", sagte Linnemann.

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